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(Radio Frequency
IDentification - engl. für Funk-Erkennung) ist eine Methode, um
Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können.
In den letzten Jahren liess sich dieses automatische
Identifikationsverfahren in unzähligen Anwendungsgebieten höchst
erfolgreich einsetzen.
RFID
wird als Oberbegriff für die komplette technische Infrastruktur
verwendet. Sie umfasst den Transponder (auch RFID-Etikette, RFID-Chip,
oder RFID-Tag genannt), die Sende-Empfangs-Einheit (auch Reader genannt)
und die Integration mit Servern, Diensten und sonstigen Systemen (im
Sektor Bibliotheksanwendug sind speziell ALEPH und BOND zu nennen).
RFID-TAG’s bestehen aus einem Microchip, einer Antenne und einem
individuellem Träger.
Jeder Transponder hat eine
UID, eine eindeutige ID-Nummer, welche nicht verändert werden kann.
Zusätzlich zur nur lesbaren UID können weitere Daten auf dem RFID-TAG
gespeichert und wieder gelöscht werden. Das Auslesen bzw.
Schreiben der Informationen wird per Radiowellen vorgenommen. Bei
niedrigen Frequenzen geschieht dies induktiv über ein Nahfeld, bei
höheren über ein elektro-magnetisches Fernfeld. Die Entfernung, über die
ein RFID-TAG ausgelesen werden kann, unterscheidet man grundsätzlich in
drei Teilbereiche: Short-Range oder Proximity mit einer maximalen
Schreib- Leseentfernung von ca. 10 bis 20 cm, Mid-Range mit einer Lese-
und Schreibdistanz bis max. 35 cm und Long-Range, auch Vicinity genannt,
mit einer Reichweite bis zu 120 cm bei Verwendung kreditkartengrosser
Transponder. Aber auch andere Einflüsse, wie das benutzte Frequenz-Band,
die Sendestärke und gegebene Umwelteinflüsse wirken auf die Reichweite
eines solchen Systems ein.
Man unterscheidet zwischen
Datenübertragungssystemen im niederfrequenten Frequenzbereich (125kHz -
134 kHz), im hochfrequenten Frequenzband (13,56MHz) und dem UHF-Bereich
mit Trägerfrequenzen von 800/900MHz bzw. 2,45GHz.
Im Vergleich zum allseits
bekannten “Barcode”, der zwar in der erstmaligen Anschaffung
kostengünstiger erscheint, ist die RFID-Technik auf lange Sicht hin die
zuverlässigere und auch kostengünstigere Entscheidung. TAG’s können
nahezu in jede Form gebracht werden, sind durch die passive
Energieversorgung absolut wartungsfrei und jederzeit wiederverwendbar.
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